All Posts By

mccom

Holz in der Stadt - Gebäude

Exkursion HoHo Wien

By | Neuigkeiten

Mit der Seestadt Aspern und dem »HoHo«, dem mit 84 Metern derzeit höchsten Holzhaus der Welt, werden in Wien neue Maßstäbe gesetzt.

Die Seestadt Aspern in Wiens 22. Gemeindebezirk, zählt zu den größten Stadtentwicklungsarealen in Europa. Auf einer Fläche von ca. 240 Hektar entstehen hier zukünftig Wohnungen und Arbeitsplätze für mehr als 20.000 Menschen. Der Masterplan für die städtebauliche Grundstruktur wurde vom schwedischen Büro „Tovatt Architects & Planners“ entwickelt. Das Herzstück der Stadt bildet dabei der rund 50.000 m2 große Baggersee. Eine durchdachte Infrastruktur mit einer Ringstraßen-ähnlichen Verbindung der Stadtquartiere, Fußgängerzonen und Radwegen, Gemeinschaftsparkgaragen, sowie der zentrale U-Bahn Anschluss, sorgen für eine hohe Lebensqualität am Standort.

Der Besucherservice Aspern führte unsere Gruppe von 30 Teilnehmern durch den bereits bebauten Stadtteil „Seepark“. Einen wahrhaftigen Höhepunkt stellte dabei die Besichtigung des zurzeit höchsten Holzhochhauses der Welt mit Architekt Rüdiger Lainer dar.

Das HoHo setzt sich aus „hölzernen“ Bausteinen zusammen, wobei der höchste Punkt mit 24-Geschossen den Blickfang des Gebäudekomplexes darstellt. Die Erschließungskerne sind im Stahlbetonmassivbau ausgeführt, die Holz-Betonverbunddecken werden in Unterstützung von massiven Trägern auf tragende Holzstützen platziert, den Raumabschluss bildet eine vorgesetzte Holz-Glasfassade. Die sichtbaren Holzoberflächen im Innenraum sorgen für ein angenehmes und freundliches Wohnraumklima. Zusätzlich überzeugt der Holz-Hybrid-Bau durch die offene und somit variable Grundrissgestaltung. Die Fertigstellung des Holzhochhauses ist für Juni 2019 geplant.

Die Exkursion fand in Kooperation mit der Initiative Architektur, proHolz Salzburg und dem Holzcluster Salzburg statt.

Deckblatt Einladung Meeting Point

Jetzt mitmachen und gewinnen!

By | Neuigkeiten

Unser Ideenwettbewerb Meeting Point-Möbel verlässt die Phase der Einreichungen und begibt sich in die nächste Runde: Ausstellung der nominierten Projekte auf der Salzburger Berufsinformationsmesse!

Der Holzcluster Salzburg schrieb mit Anfang September in Kooperation mit der Salzburger Landesinnung der Tischler und Holzgestalter und proHolz Salzburg den Ideenwettbewerb „MEETING POINT“ (Treffpunkt/Platz) aus. Das vielseitige Meeting Point-Möbel soll sich durch Individualität und präziser Gestaltung hervorheben und durch den Umgang mit regionalen Materialien die Qualität des Salzburger Tischlerhandwerks symbolisieren.

Salzburgs Schulen und Firmen haben mit großem Engagement am Wettbewerb teilgenommen. Annähernd 35 Einreichungen sind zeitgerecht eingelangt. Davon wurden 24 Projekte nominiert. Diese werden vom 22.- 25. November 2018 auf der Salzburger Berufsinformationsmesse am gemeinsamen Messestand der holzspezifischen Schulen, sowie Landesinnungen und Interessensvertretern der Holzbranche ausgestellt. Die Besucher der Messe haben die Möglichkeit über die Teilnahme eines Gewinnspiels ihre Favoriten zu küren und gleichzeitig tolle Preise zu gewinnen.

Am 27. November ermittelt dann eine fachkundige Jury die Platzierungen der Designentwürfe. Die Gewinner werden zeitnah bekanntgegeben, damit die erstgereihten Entwürfe für die Preisverleihung im Maßstab 1:1 realisiert werden können.  Die Preisverleihung findet am 08. Februar 2019 auf der Messe „Bauen und Wohnen“ in Salzburg statt.

Es bleibt also spannend! Vorab Danke an die Schulen und Firmen für die kreativen Einreichungen, weitere aktuelle Informationen folgen zeitnah.

Brennpunkt Alpines Bauen

By | Neuigkeiten

Das 5. grenzüberschreitende Fachsymposium „Brennpunkt Alpines Bauen“, an der Fachhochschule Salzburg Campus Urstein, widmete sich diesmal ganz dem Thema Lowtech.

 

Zu Beginn eröffnete Ulrich Santa von der Agentur für Energie Südtirol mit einem Vortrag zu „Südtirol als Modellregion“ die Vortragsreihe. Im Anschluss regte eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft mit der Frage nach der Wichtigkeit von einem ressourcenschonenden Einsatz von Gebäudetechnik und Materialien zum Nachdenken an.

Am Nachmittag luden die Veranstalter zur Teilnahme an themenspezifischen Vortragsblöcken ein. Der Themenslot Alpine Baukultur wurde vom Holzcluster Salzburg in Kooperation mit der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten organisiert. Präsentiert wurden Projekte, bei denen die Grundsätze Einfachheit, Autarkie oder Suffizienz bei gleichzeitiger Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens bzw. Optimierung der Wohnnutzfläche vorbildhaft umgesetzt wurden.

„Das Thema Lowtech beginnt mit einfachen Detaillösungen“, diesen Ansatz verfolgt Architekt Maximilian Luger von Architekten Luger & Maul ZT­GmbH, Wels. Der holzbauaffine Architekt stellte dabei sein Bürogebäude, einen mehrgeschossigen Holzwohnbau und ein Einfamilienhaus, das sich in felsiger Lage befindet, vor. Bei allen Objekten wurde der Baustoff Holz bevorzugt und in seiner Umsetzung bewusst einfach gehalten, um kontrollierbare Kostenverhältnisse zu schaffen. Ein spannender Exkurs von Lowtech zu Hightech wurde von Markus Tatzgern, FH Professor, durch den Einsatz von Virtual und Augmented Reality im Bauwesen durchgeführt. Es wurden Potenziale der Digitalisierung aufgezeigt, die trotz ihrer technischen Komplexität zur Reduzierung bzw. Standardisierung beitragen können.

Der Themenslot wurde von Architekt Simon Speigner, sps:architekten zt gmbh Thalgau abgerundet, der seine Erfahrungen zum Thema „Know-how statt Hightech“ wiedergab. Vorgestellt wurde das Bürogebäude von sps:architekten, dass durch ein einfaches Konstruktionsprinzip und ausgeklügelter reduzierter Technik den Standard eines Plusenergiehauses vertritt. Der Holzbau vereint Ästhetik und Funktionalität

Steigerung Holzbauanteil Grafik

Steigerung des Holzbauanteils

By | Informationen

Bauen mit Holz bietet ökonomische, ökologische und nachhaltige Vorteile und stärkt zugleich die regionale Salzburger Wirtschaft. Den CO2-Ausstoß und den Energieverbrauch zu verringern, gesundes und nachhaltiges Wohnen zu verwirklichen, all dies lässt sich im modernen Holzbau vereinen.

 

Die Frage, die sich stellt ist: Wie viel wird in Holzbauweise in Salzburg gebaut? Hat der Anteil des Holzbaus zugenommen? Diesen Fragen ist im Auftrag von proHolz Salzburg und dem Holzcluster Salzburg Univ. Prof. Dr. Alfred Teischinger von der Universität für Bodenkultur Wien / Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe, nachgegangen. Mit der Unterstützung der Salzburger Gemeinde- und Stadtverwaltungen konnte ein statistisch abgesicherter Holzbauanteil am gesamten Salzburger Hochbauvolumen (ohne Stadt Salzburg) ermittelt werden.

Für den Obmann von proHolz Salzburg, ÖR Rudolf Rosenstatter, sind die Entwicklungen sehr erfreulich. „Die Steigerung des Holzbauanteils in den Gemeinden bringt auch eine höhere Wertschöpfung für die vorgelagerten Wirtschaftsbereiche der Forstwirtschaft und Holz- bzw. Sägeindustrie. Die Forst- und Holzwirtschaft zählt zu den größten Arbeitgebern im Land mit einer enormen Wirtschaftsleistung. Ein jährliches Bruttoinlandsprodukt von 1,6 Mrd. Euro wird erwirtschaftet“, so Rosenstatter.

Steigende Holzbauanteile

„Die von uns entwickelte Methode zur Erhebung des Holzbauanteils im Hochbau analysiert den Anteil des Holzbaus durch eine Primärerhebung der Daten vor Ort in den Gemeinden auf Basis einer statistischen Auswahl. Dabei werden verschiedene Gebäudekategorien wie Einfamilienhausbau, Mehrfamilien- bzw. mehrgeschossigem Wohnbau, öffentlicher Bau, Industriebau und landwirtschaftlicher Bau sowie Bezugsgrößen (z.B. umbauter Raum) für den Erhebungszeitraum 1998 bis 2017 unterschieden“, erklärt Teischinger in seinen Ausführungen.

Der Holzbauanteil in Salzburg, bezogen auf das umbaute Volumen aller bewilligungs- und anzeigepflichtigen Bauvorhaben, erreichte in den Erhebungsjahren 2016/2017 einen gewichteten Wert von 32 Prozent. Der Wohnbau umfasst dabei ca. zwei Drittel des gesamten Salzburger Hochbau-Bauvolumens, das sich gegenüber der letzten Erhebung 2013 doch deutlich verringert hat. „Der öffentliche Bereich zeigt bei der aktuellen Studie eine Besonderheit. Es wurden in dieser Kategorie zwar weniger Bauten realisiert, diese jedoch in großem Maße in Holzbauweise ausgeführt. Es ergibt sich, bezogen auf das Hochbau-Bauvolumen dieser Kategorie, ein Holzbauanteil von über 60 Prozent“, so Teischinger abschließend.

Qualität durch Holzbau-Meister

„Der Holzbau hat in den letzten 20 Jahren einen enormen Aufschwung und eine sehr dynamische Entwicklung genommen. Grund dafür sehe ich einerseits in der guten und innovativen Arbeit der Holzbauunternehmen und auch im Zusammenspiel der Organisationen proHolz, Holzcluster, Holzbauinnung und der Betriebe. Andererseits treffen politisch Verantwortliche auf Landes- und Gemeindeebene zukunftsweisend ihre Entscheidungen pro Holz. Das ist aus unserer Sicht wichtig und goldrichtig für die regionale Wirtschaft“, berichtet Landesinnungsmeister Friedrich Egger.

Ein weiterer wesentlicher Faktor liegt nach Ansicht von Egger darin, dass sich viele Bauherren wieder mehr mit den in Frage kommenden Baumaterialien und den damit verbundenen Wohn- und Lebensqualitäten beschäftigen. Hier spielt Holz als gesunder, nachwachsender und ökologisch nachhaltiger Baustoff seine Vorteile aus. Ähnliches gilt für Architekten und Planer, die nach anfänglichen Vorbehalten nun auch die Vielfalt und Gestaltungsmöglichkeiten von Holz- und Holzwerkstoffkombinationen sehen, schätzen und umsetzen.

„Mit der Steigerung des Holzbauanteils in Salzburg hat auch die Anzahl der Beschäftigten zugenommen. Waren es im Jahr 2004 noch 1.100 Berufstätige so sind es derzeit rund 1.500 Mitarbeiter in über 200 Zimmerei- und Holzbaubetrieben“, stellt Egger fest. Abschließend richtet Egger noch einen Appell an Wohnbauträger, in Zukunft auch im mehrgeschossigen Wohnbau auf den Baustoff Holz zu setzen.

In diesem Zusammenhang gibt es auch Anknüpfungspunkte zum Regierungsprogramm der neuen Landesregierung. „Im Regierungsprogramm 2018 – 2023 plant die neue Landesregierung Impulse, den Einsatz von Holz insgesamt aber insbesondere im Wohnbau zu steigern, was die Wertschöpfungskette Holz sehr gegrüßt“, so DI Gregor Grill, proHolz Geschäftsführung.

Potential im mehrgeschossigen Wohnbau

Ein langjähriger Wegbegleiter des Holzbaus ist der Thalgauer Architekt Simon Speigner. Mit dem Modellwohnbau Passivhausanlage Samer Mösl ist ihm vor über 10 Jahren ein Pionierprojekt in der Stadt Salzburg mit dem Salzburger Bauträger Heimat Österreich gelungen. Danach folgten in Stadt und Land Salzburg kaum mehr weitere mehrgeschossige Projekte in Holzbauweise, obwohl das Architekturbüro sps-architekten in zahlreichen anderen Hauptstädten, speziell Graz, den mehrgeschossigen Holzbau weiter vorantrieb. „In Graz gibt es großartige Beispiele im mehrgeschossigen Wohnbau aus Holz, die vorbildlich sind. In Stadt oder Land Salzburg ist dies derzeit noch ein Wunschgedanke“, erläutert Simon Speigner.

Sps-architekten realisierten bereits Holzbauprojekte wie das Seniorenwohnheim Hallein, die Wohnanlage Hummelkaserne in Graz, u.v.m. zu selben Projektkosten wie bei herkömmlichen Baustoffen und dies unter dem Aspekt, dass Holzbauten nachhaltiger und im laufenden Betrieb kosteneffizienter sind. „Wir haben bei der 6-geschossigen Wohnanlage Hummelkaserne Errichtungskosten von rund € 2.200/m² Nutzfläche brutto erzielen können und sind damit sehr kosteneffizient. Der Holzbau zeigt in vielerlei Hinsicht seine Stärken“, ist Speigner überzeugt.

Steigerung Holzbauanteil Grafik